Mit Philatelie ins Jahr 2012

In einer Briefmarken-Ausstellung in der Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald in Hittisau zeigt der Philatelie-Club Montfort in Ausschnitten aus den Sammelgebieten "Thematische Philatelie", "Traditionelle Philatelie" und "Postgeschichte", wie spannend Philatelie sein kann. Denn das Sammeln von Briefmarken ist mehr, als das Abhaken in einem Katalog. Phantasie ist gefragt wenn es gilt, ein Thema mit postalischem Material aufzubereiten und zu erläutern. Aber auch das Studium einer Markenausgabe und die Erforschung des Postverkehrs gehen neue Wege: (Eine) Geschichte will erzählt werden.

 

Zeit und Ort
 

  • 03. bis 31. Jänner 2012
  • zu den Schalteröffnungszeiten
  • Montag - Freitag :
    08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr
    Samstag :
    08.00 - 11.00 Uhr
  • Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald
    Platz 186
    A-6952 Hittisau

 

Ausstellung in der Raiffeisenbank Hittisau - © PHCM / Georg Friebe

 

 

Die Themen
 

  • Georg Friebe – Majestät, Naturgewalt und Kuschelmonster

Kaum eine Kreatur menschlicher Phantasie kann auf eine ähnlich bewegte Geschichte zurückblicken. Einst von göttlichem Ursprung, wurde der Drache im Lauf der Jahrhunderte degradiert. In Europa dient er Sinnbild des Bösen. Wahre Helden mussten ihn besiegen. Später im Christentum lösten Heilige die Helden ab, und der Drache wurde zum Bildnis des Teufels. Als Patron schützt nun der Drachentöter Länder, Städte und Dörfer.

 

  • Georg Friebe – Marianne de Beaujard : Briefe nach Österreich

"Marianne et l'Europe" heisst die aktuelle Freimarkenserie Frankreichs. Meist aber wird sie nach ihrem Designer "Marianne de Beaujard" genannt. Auf Briefen nach Österreich finden sich diese Marken in den unterschiedlichsten Kombinationen - ja sogar gemeinsam mit alten Franc-Marken aus der Zeit vor dem Euro!

 

  • Heinz Gütler – Hunde und Briefmarken, meine Hobbys

Es gibt so viele schöne, große, kleine - in jeder Farbe sich präsentierende Hunde. Ist der richtige führ mich dabei? Die Briefmarken und Postbelege sind noch vielfältiger. Aber man kann ja nicht alle bekommen oder kaufen, das ist sicher eine Frage des Kapitals.

 

  • Eva Zehenter – Das Osmanische Reich

Das Osmanische Reich erlebt im 1. Weltkrieg postgeschichtlich eine lebhafte und sehr interessante Zeit. Die Genehmigung zur Einrichtung fremder Postanstalten im Osmanischen Reich geht auf verschiedene Friedens- und Handelsverträge, die sogenannten "Kapitulationen",  zurück. Verschiedene Versuche der Türkei über den Weltpostverein die fremden Postanstalten zu schließen, scheiterten. Dies war nur auf politischer Ebene zu lösen. Der 1. Weltkrieg bot dazu die beste Gelegenheit. Die türkische Regierung kündigte die Kapitulationsverträge und ordnete per 30. September 1914 die Schließung sämtlicher fremder Postanstalten an.

 

  • Eva Zehenter – Leonardo da Vinci : Der Blick als besondere Gabe

Ist Leonardo wirklich mit einem übermenschlich scharfen Auge begnadet? Vielleicht zieht er aus winzigen Auffälligkeiten einfach nur die richtigen Schlüsse. Leonardo war noch bis ins hohe Alter bereit, die Dinge mit den Augen eines Kindes zu sehen. Er erfindet eine neue Art zu denken, die uns mehr denn je Inspirationsquelle sein kann.

 

  • Franz Zehenter – The Struggle for Postal Reform

Der Weg zur Ein-Penny-Marke von hohen Gebühren und portofreier Beförderung für Privilegierte über die experimentelle 4-Pence-Zeit (5.12.1839 - 9.1.1840) bis zur einheitlichen Ein-Penny-Gebühr für vorausbezahlte Briefe ab 10.1.1840, Ausgabe der Penny Black und ihre Verwendung.

 

  • Franz Zehenter – Gott, der Markt und das Denken in der Krise

Der Markt hat im vergangenen Jahrhundert schleichend die Systemstelle von Gott eingenommen: Er ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend und nicht real. Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, dass Gott es nicht richten wird und seit 2008 wissen wir auch, dass es der Markt nicht richtet. Wer dann ? Wir selbst!

 

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