Gratwanderungen

Walgau-TV präsentiert : Ausstellung des Philatelie-Clubs in Göfis

 

"Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!" (Matthäus 7,14)

 

Provikar Dr. Carl Lampert hat in schwierigen Zeiten diesen Weg gefunden und ist ihn standhaft gegangen und hat seine Glaubenstreue schließlich mit dem Tode bezahlt. Er wurde 1894 in Göfis geboren, wählte den Beruf des Priesters und hat sich in der Zeit des Nationalsozialismus als Provikar, als Vertreter des Bischofs, mit großem Verantwortungsbewusstsein für die Interessen der Kirche eingesetzt. Er wurde bespitzelt und angeklagt, ins Konzentrationslager Dachau gesperrt, dreimal vor Gericht gestellt und schließlich 1944 von der NSDAP in Halle/Saale hingerichtet-

 

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Aus Anlass der Seligsprechung von  Dr. Carl Lampert und seiner Ehrung durch die Post mit einem Sonderstempel auf Initiative der Gilde St. Gabriel möchte auch der Philatelie-Club Montfort einen Beitrag leisten und ein Experiment wagen. Er möchte zeigen, dass auch die Philatelie mit ihrem Instrumentarium zu den großen Fragen des Dasein, der Religion und der Moral hinführen und sie in ganz neuer Perspektive sichtbar machen und reflektieren kann. Dieses Unterfangen ist kein leichter Weg, oft eine richtige Gratwanderung, aber es lohnt die Mühe doch. An zwei Beispielen in dieser Aufstellung soll dies aufgezeigt werden:

 

„Von den letzten Dingen – Todeskultur und Totenkult“: die Darstellung und Auseinandersetzung mit dem Unvermeidlichen polarisiert. Mahnende Erinnerung an den Verfall jeglichen Lebens und der Wunsch nach Unsterblichkeit prägen unseren Umgang mit dem Tod. Das einstige Tabuthema hat sogar in der Unterhaltung Einzug gefunden. Verklärung und Verniedlichung helfen die Gewissheit zu verdrängen: Im Tod sind alle gleich, und niemand wird verschont.

 

„Man richtet sich’s – die sieben Todsünden“: Geiz ist geil und Wollust tummelt sich als Wa(h)re Liebe im Internet und im Nachtprogramm der Privatsender. Was vor wenigen Jahren noch ein schlechtes Gewissen verursachte, scheint zum Gebot der Stunde geworden zu sein: Stolz – Geiz – Neid – Zorn – Wollust – Völlerei – Trägheit. Die in den sieben Todsünden angesprochenen Einstellungen sind in einer Weise gesellschaftsprägend geworden, die nachdenklich macht. Als moderne Tugenden entwickeln sie eine Verführungskraft, die auch heute noch “ums Leben bringen” kann.

 
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Zeit und Ort
 

  • Göfis - Konsumsaal
    (gegenüber der Kirche)   
  • Freitag, 24. Oktober : von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr
    Samstag, 25. Oktober ; von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
    Sonntag, 26. Oktober : von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr 
  • Sonderpostamt mit Sonderstempel: Samstag 25. Oktober von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
  • Autogrammstunde der Stempelentwerferin Mari Schulz am 25. Oktober von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Führung durch die Ausstellung: Sonntag 26. Oktober um 10:30 Uhr nach der Messe

Eintritt frei !

 

 

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