Philatelie überwindet Grenzen

Sammler aus Süddeutschland und Mitglieder des Philatelie-Club Montfort zeigen den Besuchern der 45. Internationalen MMB- Börse für Mineralien, Münzen und Briefmarken am 18.01.2015 in Friedrichshafen die breite Palette eines außergewöhnlichen und faszinierenden Hobbys.

 

Von der lokalen Geschichte der Post über weltbewegende Themen, von der einzelnen Briefmarke zum aussagekräftigen Beleg werden Geschichten über das Leben und die Geschichte der Menschen unterschiedlicher Zeiten gezeigt. Erstmals gestalten Aussteller von beiden Seiten der Deutsch-Österreichischen Grenze gemeinsam ein Event bei der Börse in Friedrichshafen. Für interessierte Besucher gibt es zwei Mal an diesem Tag eine Führung durch die Exponate – speziell von den Ausstellern gestaltet, um 10:30 Uhr und 14:00 Uhr. Dadurch bekommt der Name „Briefmarkenschau“ eine neue Bedeutung: Es stehen nicht nur Ausstellungsvitrinen mit interessanten Sammlungen im Raum, ein Gedankenaustausch zwischen Betrachter und Aussteller wird hier ermöglicht. Mit diesem Konzept wollen wir die Besucher dieser Ausstellung zum Verweilen einladen und interessante Aspekte unkompliziert und direkt aufzeigen. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen!

 
    

Das wird zu sehen sein

 

  • Heimatsammlung Friedrichshafen bis 1902
    (Klaus Irtenkauf, Friedrichshafen) 
  • Die Sozialgeschichte des Jazz
    (Franz Zehenter, Rankweil)
    Der Jazz hat viele Gesichter, viele Ursachen und viele Väter. Von der Sklaverei zum amerikanischen Traum bis hin zur Weltgeschichte mit zwei Weltkriegen und der Entwicklung zur globalen Kommunikation spannt sich der Bogen. Musikalisch bildet die Verwurzelung in den Traditionen gepaart mit kreativer Erneuerung das Spannungsfeld für den Jazz. Jeder Zeitraum brachte eigene Stilrichtungen hervor, charakterisiert werden diese aber meist durch die herausragenden musikalischen Leistungen einzelner Interpreten. Und dennoch bleibt diese Musik für einen großen Teil der Menschheit emotional und intellektuell unverständlich. Dabei könnten wir hier eine Kultur erfahren, die nicht so schnell wieder loslässt, ja manchmal gar zur Sucht werden kann … 
  • Lebensspuren. Geschichten als Lebensbilder
    (Eva Zehenter, Rankweil)
    Die Geschichtenerzähler erzählen von Taten und Ereignissen und werden so ein Glied in der Kette der Überlieferung. Ihre Geschichten pflanzen sich fort von Bericht zu Bericht und werden so zu Lebensspuren und verdeutlichen den Zeitgeist. 
  • Hochinflation in Deutschland 1923
    (Helmut Schneider, Dornbirn)
    Der Schwerpunkt der Hyperinflation in Deutschland war vom 1. November bis zum 1. Dezember 1923 mit 6 Portosprüngen. In dieser Periode haben sich die Portogebühren für einen Inlandsbrief von 100 Millionen auf 100 Milliarden Mark erhöht. Jede dieser sechs Portosprünge wird mit Belegen und postgeschichtlichem Material hinterlegt. Den Abschluss bildet der Monat Dezember 1923, in dem die Inflationsmarken noch gültig, aber auch schon die neuen Pfennigmarken im Verkehr waren. Dies führte auch zu Kombinationen beider Markentypen. 
  • Eine unendliche Geschichte
    (Harald Staffler, Nenzing)
    Am 1. Juni 1850 wurden in Österreich die ersten aufklebbaren Postmarken eingeführt. Dabei ergab sich die Frage, wie diese entwertet werden sollten, um eine Wiederverwendung zu verhindern. Österreich war das erste Land, das keine besonderen Entwertungsstempel - wie z.B. Großbritannien das Malteserkreuz - einführte, sondern von Anfang an die Orts- und Datumstempel auch zur Entwertung der Marken verwendete. Die große Vielfalt der Stempel ist nicht nur auf die sogenannten Postmeisterstempel - das waren Stempel, welche von den Postmeistern selbst gestaltet und in Eigenverantwortung angeschafft wurden - zurückzuführen, sondern auch auf die vielfache Verwendung von verschiedensten Stempeln aus der Vormarkenzeit. 
  • Man richtet sich’s. Die sieben Todsünden
    (Franz Zehenter, Rankweil)
    Geiz ist geil und Wollust tummelt sich als Wa(h)re Liebe im Internet und im Nachtprogramm der Privatsender. Was vor wenigen Jahren noch ein schlechtes Gewissen verursachte, scheint zum Gebot der Stunde geworden zu sein: Stolz – Geiz – Neid – Zorn – Wollust – Völlerei – Trägheit. Die in den sieben Todsünden angesprochenen Einstellungen sind in einer Weise gesellschaftsprägend geworden, die nachdenklich macht. Als moderne Tugenden entwickeln sie eine Verführungskraft, die auch heute noch “ums Leben bringen” kann.  
  • Die Farben Blau und Rot
    (Gerhard Blaickner, Rankweil)
    Traditionelles Objekt über die Schweizer Rayon-Marken 1850 bis 1854 
  • Bahnpost Baden-Württemberg
    (Eberhard Maurer, Meckenbeuren)  
  • Grenzüberschreitender Postverkehr Bayern-Preußen 1816-1867
    (Karl Huber, Lindenberg)  
  • Thurn und Taxis 1852-1867, Destinationen
    (Manfred Rheinländer, Bodnegg)  

 

Zeit und Ort
 

  • 45. Internationale Briefmarken- und Münzbörse mit Mineralienmarkt
  • 18. Januar 2015 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Messegelände der Neuen Messe Friedrichshafen
  • Führung durch die Ausstellung 10:30 Uhr und 14:00 Uhr

 

 

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