Börse Friedrichshafen 2016

Ausstellung am 17. Januar 2016 von 09:00 bis 17:00 Uhr

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren zeigen Mitglieder des Philatelie-Clubs Montfort gemeinsam mit den Kollegen aus dem bodenseenahen deutschen Raum auf 42 m² Ausstellungsfläche besondere Exponate. In diesem Jahr sind es vier postgeschichtliche und ein traditionelles Exponat von den Kollegen aus Deutschland und 5 postgeschichtliche, ein traditionelles und zwei Exponate aus dem thematischen Bereich, welche der Börse einen philatelistischen Mehrwert geben sollen.

Von den Heimatsammlungen über die Inflation und die Feldpost der beiden Weltkriege bis zur modernen Postgeschichte ist alles vertreten, was das Sammlerherz dieser Gebiete höher schlagen lässt. Als zusätzliche "Tupfer " sollen ein klassisches und ein modernes Ländersammlungs-Exponat dienen. Abgerundet wird diese Veranstaltung durch zwei Themen, die uns in dieser Zeit besonders bewegen, nämlich die Aufklärung und die Schöpfungsgeschichten.

Die Börse bietet damit wieder einmal eine ideale Ergänzung zur Suche nach dem idealen Material bei den Händlern, die Ausstellung zeigt das Ergebnis von erfolgreicher Suche und den Einbau in das eigenen Exponat. Zum anderen soll letztere auch der Entspannung während des Börsenaufenthaltes dienen.


 

Das wird zu sehen sein

 

Eva Zehenter

Eva Zehenter
"Ich glaub', die seh'n wir nimmer" - die K.u.k. Truppen in der Türkei
Dieser Satz von Kaiser Franz Josef I. bei der Verabschiedung der ersten Batterie in die Türkei spiegelt die Situation wider, in der sich die k.u.k. Truppen befanden: Keinerlei Kenntnisse über die zu erwartende Situation, die Angst vor den unbekannten Gebieten, den Seuchen, den Gefahren der Wüste usw. bestimmten den Aufbruch der Truppen.
5 Rahmen

Harald Staffler

Harald Staffler
Ankunft Brünn, jedesmal mittags
Das Exponat zeigt die Postgeschichte dieser heute bedeutenden Messestadt, beginnend im 16. Jahrhundert bis zum Mai 1850 – also jener Zeit, in der es zwar die Post, aber noch keine Briefmarken gab, genannt »Vorphilazeit«. Dieser Abschnitt schließt unter anderem auch eine nahezu unbekannte Periode mit ein, nämlich die des »österreichischen Staatsbankrotts« im Jahre 1811. Aber auch die sogenannte »stempellose Zeit«, eine der geheimnisvollsten Erscheinungen in der österreichischen Postgeschichte. Zudem werden die verschiedensten Stempelformen, Brieftarife und Beförderungsformen gezeigt.
3 Rahmen
 

Franz Zehenter

Franz Zehenter
Aufklärung 2.0
Aufklärung, also selbst zu denken, ist integraler Bestandteil unserer westlichen Kultur geworden. Damit einher geht die schleichende Übernahme der Systemstelle von Gott durch die Marktwirtschaft. Der Glaube verlagert sich. Doch nicht jedes Mitglied einer aufgeklärten Gesellschaft ist ebenfalls aufgeklärt. Es scheint im Wesen der Kultur zu liegen, dass die meisten Menschen sie zwar tragen, weitaus weniger jedoch über sie, und damit über die Grundlagen der Gemeinschaft in der sie leben, nachdenken. Eine neue Aufklärung wurde notwendig. Und diese findet in verschiedenen Netzwerken statt, die bekanntesten sind die Social Media Networks.
5 Rahmen
 

Adolf Schweinberger

Adolf Schweinberger
Graf Albert von Quadt zu Wykradt und Isny vom Schloß Moos in Lindau-Aeschach
Das Grafengeschlecht stammt ursprünglich von Isny im würrt. Allgäu und geht bis in die Anfänge des 17. Jh. zurück. Ab Anfang des 19. Jh. lebten die Grafen von Quadt in Lindau-Aeschach auf Schloss Moos. Hier geht es um den Graf Albert von Quadt. Er lebte etwa von 1885 bis 1940, und besuchte in Feldkirch in Vorarlberg eine Internatsschule. Danach trat ein den diplomatischen Dienst des Deutschen Reiches ein, und dies zu Anfang des 1.Weltkrieges. Sein Wirken zeigt sich geographisch an der Vielzahl von Belegen (meist Privatpost) aus verschiedenen Ländern Europas sowie Übersee, u.a. von Griechenland/Athen, Britisch Indien, Burma, Pakistan. Diese Belege fallen in den Zeitraum von ca. 1885 – 1930.
1 Rahmen
 

Gerhard Blaickner

Gerhard Blaickner
Blau und Rot und zusätzliche Farbtupfer
Die blauen und die roten Rayons, die ersten Marken der Schweizer Eidgenossenschaft.
Mit Weisung vom 26. Sept. 1850 wird die Einführung der Eidgenössischen Briefmarken wie folgt bekanntgegeben: Vom Weinmonat (Oktober) 1850 an soll die Frankierung von Briefen, Schriftpaketen, Druckschriften, Waarenmustern und überhaupt von allen Sendungen, welche mittels der Briefpost befördert werden, im inneren Verkehr der Schweiz ausschließlich nur durch Anwendung von Frankomarken stattfinden.
Diese Weisung stellt den endgültigen Übergang von den kantonalen Postverwaltungen auf die eidgenössische Post dar. Im Artikel 33 der Bundesverfassung vom 12. Herbstmonat (Sept.) 1848 heißt es: Das Postwesen im gesamten Umfange der Eidgenossenschaft wird vom Bunde übernommen.
4 Rahmen
 

Kurt Schwanke

Kurt Schwanke
Deutsche Post AG: Dauerserie Blumen ab 2005
Die Dauerserie Blumen der Bundesrepublik Deutschtland umfasst zur Zeit 35 Werte mit verschiedenen Motiven. Die ersten zwei Postwertzeichen dieser Serie erschienen am 3. Januar 2005 mit den Portostufen 95 Cent (Brief bis 50 gr) und 430 Cent (Päckchen National). In meiner Sammlung zeige ich alle bisher verausgabten Werte in Einzelmarken nassklebend sowie auch selbstklebend (erkennbar an der gestanzten Zähnung), außerdem waagerechte Paare aus Kleinbögen. Mit echt gelaufenen Briefen und Ganzsachen, teilweise mit Sonderstempel versehen, auch einmal etwas Kurioses dabei, versuche ich meine Sammlung darzustellen.
5 Rahmen
 

Adolf Schweinberger

Adolf Schweinberger
Exklave Achberg - Esseratsweiler
Die Gemeinde Achberg liegt im Argental an der Baden-Württ.-Bayer. Grenze im Süden des Landkreises Ravensburg. Sie setzt sich aus den Pfarrdörfern Esseratsweiler und Siberatsweiler sowie 12 weiteren Weilern zusammen. Im Zuge der Säkularisation nahm Bayern 1805 die Herrschaft Achberg in Besitz, aber durch den Rheinbundvertrag 1806 wurden Schloß und Herrschaft dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen. Als das Fürstentum 1850 an Preußen fiel, wurde Achberg zum südlichsten Teil Preußens. Ab 1854 gehörte Achberg zum Oberamt Sigmaringen, aus dem 1925 der Landkreis Sigmaringen wurde. Am 1. Jan. 1969 wurde Achberg im Zuge der Kreis und Gemeindereform dem Landkreis Wangen/Allgäu zugesprochen und kam 1973 zum Landkreis Ravensburg. Achberg wurde also erst 1969 württembergisch und war als Exklave fast 60 km von der Stadt Sigmaringen entfernt. Die Entfernung zum Bodensee beträgt knapp 8 km.
Das Postamt Esseratsweiler wurde am 1. Nov. 1864 eröffnet. Da der Ort preußisch war, gehörte er postalisch bis zum 30.Juni 1867 zu Thurn und Taxis. Dadurch erhielt der Ort einen Einkreisstempel sowie einen Nummern-Stempel 394. Diese beiden Stempel sind praktisch die seltensten Stempel von Thurn und Taxis, und dies in jeder Verwendungsform. Ab dem 1. Juli 1867 kam der Ort wie alle Thurn-und-Taxis-Gebiete bis zum 31. Dez. 1867 zu Preußen. Ab dem 1. Jan. 1868 verlor Preußen seine Posthoheit und ging in den Norddeutschen Bund bzw. den Norddeutschen Postbezirk über. Dieser ging am 1. Jan. 1871 in das Postregal des Deutschen Reiches über. Der Thurn-und-Taxis-Einkreisstempel (Ortsstempel) wurde in allen bisher genannten Posthoheiten weiterverwendet. Auch diese Weiterverwendungen sind selten. Der Nummernstempel 394 wurde nur in der Thurn-und-Taxis-Zeit verwendet. Bis ca. 1930 gab es noch 4 Ablösestempel.
1 Rahmen
 

Alfons Rittler

Alfons Rittler
Feldpost 2. Weltkrieg
1939-1945
Mit der Ausstellung versuche ich einen groben Überblick über die Feldpost vom 2. WK darzustellen. Von dem Wehrmachtsmanöver und dem Anschluss Österreich bis zu den Nachläufern der Feldpost und Kriegsgefangenenpost. Eine Zusammenstellung von Briefen, Karten, Paketen, Zahlkarten, Einschreibbriefen, Schmuckfeldpost, Päckchen, Telegramme, ausländische Briefe, Briefe von Ausländern der Wehrmacht, Inselpost, Luftpost, geprüfte Feldpost, Feldpost für Firmen, der SS, Lokale Feldpost von Afrika und Stalingrad, Feldpost in den besetzen Gebieten, sowie Feldpost mit verschiedenen provisorischen Tagesstempel, Leitvermerken und Briefstempeln.
6 Rahmen
 

Eva Zehenter

Eva Zehenter
Geheimcode oder Automatisierungshilfe
Das immer größer werdende Postaufkommen verlangte nach Rationalisierung. Anschriftenlesemaschinen sollten die mühsame und zeitaufwändige händische Sortierung übernehmen. Dafür musste eine passende Infrastruktur geschaffen werden:
Briefaufstellungsanlagen erforderten eine Weiterentwicklung der Briefmarken, nämlich fluoreszierende oder phosphoreszierende Aufdrucke. Damit waren die Briefstücke in der richtigen Position für die automatische Abstempelung. Einen weiteren Schritt bildeten die Postleitzahlen. Die meisten Länder führten 4- bis 6-stellige zahlen ein, andere einen alphanummerischen Code, also eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Damit war die Basis für die Briefcodierung gegeben.
1 Rahmen
 

Helmut Schneider

Helmut Schneider
Hochinflation in Deutschland 1923
Der Schwerpunkt der Hyperinflation in Deutschland war vom 1. November bis zum 1. Dezember 1923 mit 6 Portosprüngen. In dieser Periode haben sich die Portogebühren für einen Inlandsbrief von 100 Millionen auf 100 Milliarden Mark erhöht. Jede dieser sechs Portosprünge wird mit Belegen und postgeschichtlichem Material hinterlegt. Den Abschluss bildet der Monat Dezember 1923, in dem die Inflationsmarken noch gültig, aber auch schon die neuen Pfennigmarken im Verkehr waren. Dies führte auch zu Kombinationen beider Markentypen.
5 Rahmen
 

Willy Schmidt

Willi Schmidt
Portofreiheiten
Unter Portofreiheit versteht man die Vergünstigung, die eine Postverwaltung bestimmten Absendern zum gebührenfreien Versand gewährt. Sie war früher regierenden Fürstenhäusern, aber auch staatlichen oder anderen Institutionen eingeräumt worden. Des Weiteren wurden auch zeitlich und räumlich begrenzte Vergünstigungen bewilligt. Einen Querschnitt durch die Vielfalt der Möglichkeiten und Kenntlichmachung der Portofreiheit zeigt dieses Exponat.
2 Rahmen
 

Adolf Schweinberger

Adolf Schweinberger
Stempel von Postablagen und Posthilfsstellen im Landkreis Lindau
Als Postablagen wurden einst ehrenamtlich verwaltete Postagenturen bezeichnet. Es gab sie außer in Alt-Bayern auch noch in anderen altdeutschen Staaten, so in Württemberg, Baden, Thurn und Taxis, Hamburg, Hannover sowie in Österreich und der Schweiz. Die Postablagen wurden auch im späteren Deutschen Reich z.T. noch weiter verwendet.
Posthilfsstelle ist eine 1881 in Deutschland eingeführte Bezeichnung für die früheren Postablagen, die wie diese ehrenamtlich verwaltet werden und nur begrenzte Postdienstgeschäfte ausüben. Die Weiterleitung der Sendungen an das zuständige Postamt erfolgt durch den Landzusteller. Die Posthilfsstellen verwenden besondere Stempel, die jedoch laut Vorschrift nur zur Herkunftsbezeichnung, nicht aber zur Markenentwertung benutzt werden dürfen.
1 Rahmen
 

Franz Zehenter

Franz Zehenter
Vom Anfang der Menschen
Es ist erstaunlich, dass sich viele Geschichten vom "Anfang der Dinge" recht ähnlich sind. Egal in welcher Religion und von welchem Teil der Erde, oft findet sich dieselbe Grundstruktur: Am Beginn der Welt existierte ein Ozean, Finsternis und Chaos, die durch das gesprochene Wort des oder der Schöpfer geordnet werden. Der Schöpfer erschafft das Licht, und das Land erhebt sich aus dem Wasser. Dann entstehen Pflanzen, Tiere und zuletzt der Mensch…
1 Rahmen
 

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