Spitzenphilatelie im Landhaus

Die junge Königin Victoria von England zu Besuch

 

Vom 3. bis 25. November gastiert ein international prämiertes philatelistisches Exponat über die Ein-Penny-Marke von Großbritannien mit der Abbildung der jungen Königin Victoria im Landhaus. Begleitet wird die junge Königin von einer Anzahl von ebenfalls hochwertigen Objekten aus der Geschichte unseres Landes.

 

Penny Black

 

Den Aufenthalt österreichischer Soldaten in der Türkei im Ersten Weltkrieg beschreibt ein Exponat unter dem Titel „Ich glaub‘, die seh’n wir nimmer“, einem Zitat Kaiser Franz Josefs. Ebenso 100 Jahre zurück liegt die Entsendung der Vorarlberger Standschützen an die Front. Die Briefe dieser Soldaten geben Auskunft über das Leben in dieser Zeit in einem weiteren Ausstellungsstück.
Auch der Zweite Weltkrieg hat bei uns Spuren hinterlassen: gezeigt werden diese in einem Exponat über die Zensur im Briefverkehr durch die Französische Besatzung. Weiter zurück reicht die Postgeschichte über die ersten Briefmarkenausgaben Österreichs, bis ins Jahr 1850. Über alle Zeiten hinweg gab es bei den Gebührenregelungen Ausnahmen – zu sehen in einem weiteren Objekt.
Unsere Nachbarn finden ebenfalls Eingang in diese philatelistische Ausstellung: die klassischen Ausgaben der Schweiz aus den 1850er Jahren werden ebenso gezeigt wie ein kurzer Abschnitt der deutschen Geschichte, die Hochinflation im November 1923.
Nicht vergessen wird bei dieser Ausstellung das Thema „Thematische Philatelie“. In einer Kombination von Belegen, Briefmarken und dazugehörenden Texten werden interessante Themen bearbeitet. Titel wie „Aufklärung 2.0“, „Mythos Mona Lisa“, „Die Psyche - eine medizinische Herausforderung“ und „Nackt, ja bitte“ sollen zum Studieren und Nachlesen einladen.
Der Betrachter wird am Ende des Rundganges feststellen, dass die Philatelie vieles aus dem Leben reflektiert: angefangen von der nationalen und internationalen Geschichte über die Geographie, die Wirtschafts- und Zeitgeschichte bis zur Kultur und in der Thematik fast jedes nur vorstellbare Thema.

 

 

Das wird zu sehen sein

Franz Zehenter

Franz Zehenter
Die Geschichte der Ein-Penny-Marke von Großbritannien 1840 bis 1879
Die große Postreform von 1839 bis 1840 führte zu Rowland Hill's revolutionärer Idee, dass ein Klebezettel verwendet werden kann um die Beförderungsgebühr im Voraus zu bezahlen. Daraus entstand die Penny Black, die erste offizielle Briefmarke der Welt. Sie wurde im Stahlstichtiefdruckverfahren hergestellt. Viele und unterschiedliche Formen entstanden in den nächsten 40 Jahren daraus, etwa durch die Neugravierung des Urstempels. Auch wurde ein zweites Wasserzeichen als Schutz gegen Fälschungen eingeführt, die Trennung der Postwertzeichen führte zu zwei verschiedenen Zähnungen. Aber auch die Entwertung brachte eine Vielfalt an Entwicklungen. Diese und etliche weitere Aspekte werden in diesem Exponat gezeigt.
7 Rahmen

Franz Zehenter

Franz Zehenter
Aufklärung 2.0
Aufklärung, also selbst zu denken, ist integraler Bestandteil unserer westlichen Kultur geworden. Damit einher geht die schleichende Übernahme der Systemstelle von Gott durch die Marktwirtschaft. Der Glaube verlagert sich. Doch nicht jedes Mitglied einer aufgeklärten Gesellschaft ist ebenfalls aufgeklärt. Es scheint im Wesen der Kultur zu liegen, dass die meisten Menschen sie zwar tragen, weitaus weniger jedoch über sie, und damit über die Grundlagen der Gemeinschaft in der sie leben, nachdenken. Eine neue Aufklärung wurde notwendig. Und diese findet in verschiedenen Netzwerken statt, die bekanntesten sind die Social Media Networks.
5 Rahmen

Gerhard Blaickner

Gerhard Blaickner
Blau und Rot und zusätzliche Farbtupfer
Die Die blauen und die roten Rayons waren die ersten Marken der Schweizer Eidgenossenschaft. Mit Weisung vom 26. Sept. 1850 wird die Einführung der Eidgenössischen Briefmarken wie folgt bekanntgegeben: "Vom Weinmonat (Oktober) 1850 an soll die Frankierung von Briefen, Schriftpaketen, Druckschriften, Waarenmustern und überhaupt von allen Sendungen, welche mittels der Briefpost befördert werden, im innern Verkehr der Schweiz ausschließlich nur durch Anwendung von Frankomarken stattfinden". Diese Weisung stellt den endgültigen Übergang von den kantonalen Postverwaltungen auf die eidgenössische Post dar. Im Artikel 33 der Bundesverfassung vom 12. Herbstmonat (Sept.) 1848 heißt es: "Das Postwesen im gesamten Umfange der Eidgenossenschaft wird vom Bunde übernommen".
5 Rahmen

Gerhard Blaickner

Gerhard Blaickner
Schweizer Auslandsfrankaturen zur Zeit der Rayonmarken (1850-1854)
Auslandsbriefe aus der Schweiz nach Österreich. Die Eidgenossenschaft schloss 1852 einen Vertrag mit dem Deutsch-Österreichischen Postverein, der die Aufteilung der Gesamttaxe auf die Entfernungen bis zur Schweizer Grenze (4 Rayons) und die Distanzen ab der Grenze (3 vereinsländische Rayons) regelte, wobei die Gesamttaxe 50 Rp. nicht übersteigen sollte. Einen Sondertarif gab es für den Grenzrayon.
1 Rahmen

Eva Zehenter

Eva Zehenter
"Ich glaub', die seh'n wir nimmer" - die K.u.k. Truppen in der Türkei
Dieser Satz von Kaiser Franz Josef I. bei der Verabschiedung der ersten Batterie in die Türkei spiegelt die Situation wider, in der sich die k.u.k. Truppen befanden: Keinerlei Kenntnisse über die zu erwartende Situation, die Angst vor den unbekannten Gebieten, den Seuchen, den Gefahren der Wüste usw. bestimmten den Aufbruch der Truppen.
5 Rahmen

Eva Zehenter

Eva Zehenter
Mythos Mona Lisa
Bereits seit 500 Jahren ist sie das berühmteste Gesicht der Welt. Wie hat sie das nur geschafft? Das Porträt der Dame Lisa lächelt von seinem Platz im Louvre auf die Touristenscharen herab. Blitzlichter der Fotoapparate, die erfreuten Ausrufe und das Gedrängel und Geschiebe der Besucher können sie nicht stören oder ermüden. Denn die vielen Schichten pigmentierter Ölfarbe auf einem 77 x 53 cm großen Stück Pappelholz werden von einem Zementgehäuse und einer kugelsicheren Panzerglasscheibe vor Vandalen geschützt.
1 Rahmen

Harald Staffler

Harald Staffler
Eine unendliche Geschichte …
In Österreich wurden am 1. Juni 1850 die ersten Briefmarken eingeführt. Dabei entstand die Frage, wie diese entwertet werden sollten, um eine Wiederverwendung zu verhindern. Die verschiedenen Länder waren bis dahin dem Beispiel Großbritanniens gefolgt, wo besondere Entwertungsstempel verwendet wurden. Mit diesen Stempeln wurden die Marken auf der Vorderseite entwertet und zusätzlich wurden auf der Rückseite der Briefe Orts- und Datumstempel aufgedrückt. Österreich war das erste Land, das keine besonderen Entwertungsstempel einführte, sondern von Anfang an die Orts- und Datumstempel auch zur Entwertung der Marken verwendete. Auf diese Weise wurde das umständliche Stempeln auf Vorder- und Rückseite eines jeden Briefes vermieden und damit eine wesentliche Arbeitsersparnis erreicht.
5 Rahmen

Helmut Schneider

Helmut Schneider
Nur Milliardären war es möglich Briefe zu schreiben
Der Schwerpunkt der Hyperinflation in Deutschland war vom 1. November bis zum 1. Dezember 1923 mit 6 Portosprüngen. In diesem Monat haben sich die Portogebühren für einen Inlandsbrief von 100 Millionen auf 100 Milliarden Mark erhöht. Jeder dieser 6 Portosprünge wird mit Belegen und postgeschichtlichem Material hinterlegt. Den Abschluss bildet der Monat Dezember 1923, in dem die Inflationsmarken noch gültig, aber auch schon die neuen Pfennigmarken im Verkehr waren. Dies führte dann auch zu Kombinationen beider Markentypen (Übergangsfrankaturen), wobei 10 Milliarden Mark 1 Pfennig entsprachen.
5 Rahmen

Willy Schmidt

Willi Schmidt
Portofreiheiten
Unter Portofreiheit versteht man die Vergünstigung, die eine Postverwaltung bestimmten Absendern zum gebührenfreien Versand gewährt. Sie war früher regierenden Fürstenhäusern, aber auch staatlichen oder anderen Institutionen eingeräumt worden. Des Weiteren wurden auch zeitlich und räumlich begrenzte Vergünstigungen bewilligt. Einen Querschnitt durch die Vielfalt der Möglichkeiten und Kenntlichmachung der Portofreiheit zeigt dieses Exponat.
2 Rahmen

Daniela Vogt Weisenhorn

Daniela Vogt Weisenhorn
Die Psyche - eine medizinische Herausforderung
"Mental Health" – "Geistige Gesundheit" ist heute in vieler Munde. Laut WHO sind psychische Störungen der häufigste Grund für Frühpensionierungen. Grund genug die Geschichte der Psychiatrie zu beleuchten: ist es ein Problem der modernen Gesellschaft? Inzwischen weiss man jedoch schon von psychosomatischen Kliniken des Altertums. Nach der dunklen Phase des Mittelalters wurde im im 18. Jahrhundert der Grundstein für die moderne Psychiatrie – ohne Zwangsmassnahmen – gelegt. 100 Jahre später folgen Kraepelin und Freud. Heute ist Psychiatrie eine anerkannte medizinische Disziplin und erreicht bei vielen Erkrankungen wie Sucht, Depression und Angsterkrankungen Linderung.
1 Rahmen

Georg Friebe

Georg Friebe
Nackt - ja, bitte!
Ein Plädoyer für den natürlichsten Zustand der Welt.
1 Rahmen

Franz Kemmer

Franz Kemmer
Vorarlberger Standschützen
Nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915 war Tirol (Südtirol) mit seinen Ausläufern nach der Schweizer Grenze und Kärnten ungeschützt, nur Zoll - und Gendarmerie-Einheiten und kleinere Gruppen waren zur Abwehr im Einsatz. In dieser Not wurden die Standschützen aus Vorarlberg und Tirol sowie Freiwillige Gruppen als letzte Reserve zur Verteidigung gegen die Italiener an die Front geschickt.
5 Rahmen

Reinhard Weiß

Reinhard Weiß
Vorarlberg - die Zeit nach 1945
Zusammenbruch und Aufbruch trotz Besatzung und Zensur.
3 Rahmen
 

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