Spannende Kurzgeschichten

Ausstellung in der Raiffeisenbank Rankweil

 

02. bis 23. Juni 2017 – zu den Öffnungszeiten

 

Die Ausstellung in diesem Jahr weist zwei Schwerpunkte auf: die Klassik der österreichischen Briefmarke mit den Abstempelungen zeigt eine Sammlung unter dem Titel "Unendliche Geschichten …". Eben diese Abstempelungen zeigen nicht nur die Größe des damaligen Reiches auf, sondern auch die Versuche, allen Anforderungen des Brieftransportes gerecht zu werden. Der zweite Schwerpunkt geht in der Zeit noch etwas weiter zurück, stellt aber dem 17. Jahrhundert die Moderne gegenüber: Aufklärung 2.0. Das Exponat zeigt einen wesentlichen Schritt der europäischen Gesellschaft auf, der im 17. und 18. Jahrhundert die Auftrennung von Kirche und Staat brachte, aber auch heute noch mit der Anregung, die Vernunft einzusetzen, topaktuell ist. Ergänzt werden diese beiden Exponate durch ein interessantes Thema aus der Geschichte der Post: der Versuch mittels Codierungen auf Briefen die Beförderung zu beschleunigen.

 

 

Franz Zehenter
Man richtet sich's - die sieben Todsünden
Geiz ist geil und Wollust tummelt sich als Wa(h)re Liebe im Internet und im Nachtprogramm der Privatsender. Was vor wenigen Jahren noch ein schlechtes Gewissen verursachte, scheint zum Gebot der Stunde geworden zu sein: Stolz – Geiz – Neid – Zorn – Wollust – Völlerei – Trägheit. Die in den sieben Todsünden angesprochenen Einstellungen sind in einer Weise gesellschaftsprägend geworden, die nachdenklich macht. Als moderne Tugenden entwickeln sie eine Verführungskraft, die auch heute noch “ums Leben bringen” kann.
6 Rahmen

 

Eva Zehenter
Geheimcode oder Automatisierungshilfe
Das immer größer werdende Postaufkommen verlangte nach Rationalisierung. Anschriftenlesemaschinen sollten die mühsame und zeitaufwändige händische Sortierung übernehmen. Dafür musste eine passende Infrastruktur geschaffen werden: Briefaufstellungsanlagen erforderten eine Weiterentwicklung der Briefmarken, nämlich fluoreszierende oder phosphoreszierende Aufdrucke. Damit waren die Briefstücke in der richtigen Position für die automatische Abstempelung. Einen weiteren Schritt bildeten die Postleitzahlen. Die meisten Länder führten 4- bis 6-stellige zahlen ein, andere einen alphanummerischen Code, also eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Damit war die Basis für die Briefcodierung gegeben.
1 Rahmen

 

Harald Staffler
Eine unendliche Geschichte …
In Österreich wurden am 1. Juni 1850 die ersten Briefmarken eingeführt. Dabei entstand die Frage, wie diese entwertet werden sollten, um eine Wiederverwendung zu verhindern. Die verschiedenen Länder waren bis dahin dem Beispiel Großbritanniens gefolgt, wo besondere Entwertungsstempel verwendet wurden. Mit diesen Stempeln wurden die Marken auf der Vorderseite entwertet und zusätzlich wurden auf der Rückseite der Briefe Orts- und Datumstempel aufgedrückt. Österreich war das erste Land, das keine besonderen Entwertungsstempel einführte, sondern von Anfang an die Orts- und Datumstempel auch zur Entwertung der Marken verwendete. Auf diese Weise wurde das umständliche Stempeln auf Vorder- und Rückseite eines jeden Briefes vermieden und damit eine wesentliche Arbeitsersparnis erreicht.
5 Rahmen

 

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